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Warum es eine richtig gute Idee ist, einen Hörtest aufzuschieben. 🙂

6. Aug.
2 Min. Lesezeit

eine Frau die an einem Schreibtisch sitz und vor sich einen Notizzettel hat mit dem Hinweis "Hörtest machen"

Kennen Sie das?

Der Zahnarzttermin? Ach, nächste Woche reicht auch noch.

Das Auto müsste eigentlich mal gewaschen werden. Oder ausgesaugt. Oder beides. Aber heute regnet es bestimmt noch. Morgen vielleicht. Oder nächste Woche.

Die Steuererklärung? Das Kellerregal? Der Anruf bei der Versicherung?


Wir alle sind wahre Weltmeister darin, Dinge aufzuschieben. Obwohl wir genau wissen, dass sie – objektiv betrachtet – meistens gar keine große Sache sind.

Und jetzt komme ausgerechnet ich als Hörakustikerin und behaupte: Bitte schieben Sie auch einen Hörtest nicht zu lange vor sich her.

Ja, ich weiß. Das klingt verdächtig nach Eigenwerbung. Aber bleiben Sie noch einen Moment bei mir.


„Ich höre doch noch ganz gut.“


Diesen Satz höre ich fast täglich.


Interessanterweise sagen ihn oft Menschen, deren Partner oder Kinder längst anderer Meinung sind.

Denn genau das macht einen schleichenden Hörverlust so tückisch: Er entwickelt sich langsam. Unser Gehirn gleicht vieles aus. Wir gewöhnen uns daran und bemerken oft erst sehr spät, wie viel wir tatsächlich nicht mehr hören oder verstehen.

Die Menschen in unserem Umfeld merken es meistens früher.

„Kannst du das bitte noch einmal sagen?“

„Was?“

„Der Fernseher ist schon wieder viel zu laut!“


Irgendwann wird aus Nachfragen Frust. Gespräche werden anstrengender. Familienmitglieder wiederholen sich zum fünften Mal. Und manchmal hängt sogar der Haussegen schief – obwohl niemand etwas dafür kann.

Eigentlich also eine hervorragende Idee, das Ganze noch ein paar Jahre weiter aufzuschieben. 😉


„Warum habe ich das nicht schon früher gemacht?“


Eine Studie zeigt: 64 % der Menschen, die erstmals Hörgeräte tragen, sagen im Nachhinein: „Warum habe ich das nicht schon früher gemacht?“

Diesen Satz höre ich übrigens auch in meinem Alltag als Hörakustikerin immer wieder.

Kaum jemand sagt:

"Gut, dass ich noch fünf Jahre gewartet habe."


Gutes Hören hält auch das Gehirn fit


Die meisten Menschen denken bei Hörgeräten zuerst an die Ohren.

Dabei findet das eigentliche Verstehen im Gehirn statt.

Unser Gehirn lernt ein Leben lang. Gleichzeitig gilt aber auch: Fähigkeiten, die wir nicht regelmäßig nutzen, können mit der Zeit nachlassen.

Das betrifft auch das Hören.


Wer Sprache immer schlechter wahrnimmt, trainiert das Gehirn immer seltener darin, wichtige Informationen aus Nebengeräuschen herauszufiltern. Genau diese Fähigkeit brauchen wir jeden Tag – beim Familienessen, im Restaurant oder beim Gespräch mit Freunden.


Deshalb betrachten wir bei gut gehört nicht nur das Gehör, sondern den gesamten Hörprozess. Bereits bei der Anpassung moderner Hörgeräte beziehen wir die individuelle Hörverarbeitung mit ein. Ergänzend kann ein patentiertes Hörtraining dabei helfen, die kognitiven Prozesse des Hörens gezielt zu trainieren.

Denn unser Ziel ist, dass Sie Hören neu erleben.


Mein Rat


Wenn Sie schon länger häufiger nachfragen müssen, Gespräche anstrengend werden oder Ihre Familie Sie immer wieder auf Ihr Gehör anspricht, dann machen Sie es nicht wie mit dem Kellerregal oder dem Autowaschen.

Ein professioneller Hörtest dauert nicht lange, ist schmerzfrei und kann der erste Schritt zu deutlich mehr Lebensqualität sein.

Vielleicht gehören auch Sie schon bald zu den vielen Menschen, die sagen:

„Warum habe ich das nicht schon früher gemacht?“


Und deshalb zum Schluss noch eine Frage:

Ist es wirklich eine gute Idee, einen Hörtest aufzuschieben? 🙂

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